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Online-Buchshops im Test

Die Website von Amazon.de gilt in Deutschland noch immer als Paradigma für Kaufprozesse. Ziel der im Oktober und November 2006 von SirValUse durchgeführten Studie war es, die Usability und User Experience der wichtigsten Prozesse zur Kaufvorbereitung von Amazon im Vergleich zu den zwei größten Konkurrenten im Online-Buchhandel auf die Probe zu stellen.

Einer aktuellen Studie von AC Nielsen zufolge bereiten immer mehr Verbraucher ihre Käufe im Web vor. Hierbei ist es für den Käufer wichtig, dass er Produkte auf vielfältigen Wegen schnell und einfach finden und sich über die wichtigsten Produktdetails ein detailliertes Bild machen kann, um es dann ggf. zum Kauf in den Warenkorb zu legen.

In einem kombinierten Methodentest wurden die drei Online-Buchhändler Amazon.de, Buch.de und Weltbild.de miteinander verglichen. Der Fokus der Studie lag auf der Evaluierung der wichtigsten Funktionen zur Kaufvorbereitung (Produkt finden; Nützlichkeit der Artikeldetails sowie Transfer in den Warenkorb). Um einen größtmöglichen Erkenntnisgewinn über die Usability der Online-Shops zu erlangen, erschien eine Kombination der Methoden ‚Usability-Labor’, Eye Tracking und Remote-Testing sinnvoll (eingehende und flexible Explorationen einerseits, größere Stichprobe und die natürliche Testumgebung „beim Kunden zuhaus“ andererseits). Insgesamt nahmen annähernd 700 Testpersonen an der Untersuchung teil.

Kombinierter Methodentest:



Ergebnisse:

Obwohl Amazon.de den höchsten Bekanntheitsgrad aufzuweisen hat, spielte der Online-Buchhändler nicht die führende Rolle im Vergleich zu seinen stärksten Mitbewerbern. Alle Angebote boten noch eine Menge Verbesserungsmöglichkeiten.

Schon auf den ersten Blick offenbarten die drei Internetbuchhändler deutliche Unterschiede. Zwar gilt Amazon.de immer noch als Prototyp für Internetshops, den besten Eindruck hinterließ jedoch die Startseite von Buch.de. Sie wurde von den Probanden als besonders informativ, gut strukturiert und übersichtlich bewertet. Im Gegensatz dazu wurde beispielsweise die Einstiegsseite von Weltbild.de häufig als zu überladen kritisiert. Sie passe somit zu dem bunten Erscheinungsbild der realen Buchläden von Weltbild, so das Urteil vieler Tester.

Die detaillierten Ergebnisse dieser Studie können den Produktentwicklern - insbesondere von Online-Shops - helfen, die auftretenden Schwachstellen im Interface zu korrigieren.


Stephan Randler, Redakteur Hightext Verlag, iBusiness.de:
"Auch wenn bei der Usability-Studie nur die führenden Online-Buchshops Amazon, Weltbild und Buch.de untersucht wurden: Interaktiv-Dienstleistern liefert die Analyse dennoch wertvolles Usability-Wissen, das sich einfach auf andere Branchen und Händler übertragen lässt. Denn sicher ist: Nicht nur die großen Shopbetreiber machen Fehler. Usability-Verbrechen wie Amazons Empfehlungsflut begehen viele kleine und mittelständische Internethändler jeden Tag zu Genüge. Oft genug sucht man in Shops verzweifelt nach dem gewünschten Angebot, da die Navigation mehr verwirrt als hilft. Und nicht selten verlässt man einen Shop, weil das Suchformular auch nach der fünften Abfrage nur Nonsens ausspuckt.

Die Analyse zeigt, wie der ideale Onlineshop aussehen kann: Wenn Händler nämlich alle Fehler ausmerzen, die von SirValUse identifiziert wurden.
Mit diesem Wissen können Multimedia-Dienstleister in Pitches künftig punkten. Denn nur wer die Misstände kennt, kann sie auch beseitigen." Lesen Sie den gesamten Artikel auf www.ibusiness.de



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Kostenloser Download der Leseprobe:

Leseprobe_Online-Buchshops.pdf

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Weiterführende Informationen:

Test-Methode: LEOtrace Remote Test


Weiterführende Informationen auf SirValUse.de:

Test-Methode: User Experience Test
Test-Methode: Eyetracking