


Zur Anwendbarkeit klassischer Testing-Methoden bei der Evaluation von Computerspielen
Im Gegensatz zu anderen Bereichen der Unterhaltungsbranche wächst der Markt für digitale Spiele ungebremst. Digitale Spiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und die Hersteller der Games konzentrieren sich zunehmend auch auf neue Zielgruppen wie Gelegenheitsspieler und weibliche Spieler. Die Wettbewerber eifern um originelle und neuartige Spielkonzepte, um mehr Marktanteile zu gewinnen. Neue Spiele beruhen auf innovativen Interaktionsformen wie zum Beispiel Gestensteuerung, Multitouch-Oberflächen, Augmented Reality Applikationen und Brain Computer Interfaces. Damit steigt auch der Anspruch an Playability und Game Experience. Um sich gegen die Wettbewerber zu behaupten, steigen die Anforderungen an eine fundierte Entwicklung und Qualitätskontrolle der Spiele durch professionelle User Experience-Forscher.
Inwiefern bei der Evaluation von Games auf etablierte User Experience-Methoden zurückgegriffen werden kann, untersuchen Remigius Fierley, Director User Experience bei SirValUse und Stephan Engl, freiberuflicher User Experience-Berater und Games-Experte. Beide widmen sich in der Praxis dem boomenden Games-Markt aus User Experience-Sicht.
Basierend auf Erfahrungen aus der Praxis diskutieren die beiden Experten relevante Aspekte beim Einsatz von User Experience-Methoden im Bereich Games, um für die Besonderheiten dieses Untersuchungsfeldes zu sensibilisieren. Die Ergebnisse sollen demnächst in einem Artikel veröffentlicht werden und damit den Informationsaustausch und die Diskussion zu diesem innovativen Themengebiet weiter anregen.